Januar 2011:
Das abfließende Schmelzwasser aus dem Sauerland hat die Ruhrstadt erreicht. Einsätze der Feuerwehr wegen überfluteter Keller oder überschwemmter Straßen blieben jedoch glücklicherweise aus. So können sich die Schutzmaßnahmen auf den seit jeher kritischen Bereich in der Altstadt konzentrieren. Mehrere hunderte Sandsäcke werden in die Schwerter Altstadt transportiert, um für den Notfall ausgerüstet zu sein.
Februar 2011:
Erstmals in der Geschichte der Stadt Schwerte hat der Landrat des Kreises Unna als Kommunalaufsichtsbehörde einen Beschluss des Rates der Stadt Schwerte wegen Verstoß gegen geltendes Kommunalverfassungsrecht aufgehoben. Konkret geht es um den vom Rat der Stadt Schwerte im Juni 2010 gefassten Beschluss wegen des Wegfalls der Leitungsstelle im Kulturbüro. Diese Entscheidung hatte Bürgermeister Heinrich Böckelühr förmlich beanstandet. Der Rat der Stadt Schwerte war in seiner Sitzung im Dezember 2010 der Beanstandung nicht gefolgt.
Mit ihren Unterschriften besiegelten die Vorsitzenden der Vereine ETuS/DJK Schwerte e. V., Hans Haberschuss und Frank Samson, sowie VFL Schwerte 1919/21 e. V., Udo Wilkes und Arndt Brenscheidt, gemeinsam mit Bürgermeister Heinrich Böckelühr und dem Ersten Beigeordneten Hans-Georg Winkler die vom Ausschuss für Schule, Sport und Infrastruktur (ASSI) Anfang Februar einstimmig verabschiedeten Nutzungs- und Überlassungsverträge für die Sportanlagen in Schwerte-Ost und am Schützenhof. Der ASSI hatte eine Kostenbeteiligung der Vereine von 30 Prozent sowie das alleinige Hausrecht über die jeweilige städtische Anlage beschlossen. Die Stadt Schwerte beteiligt sich an den Gesamtkosten für die Nutzung der Sportanlagen in Höhe von 70 Prozent.
März 2011:
Die Stadt Schwerte folgt dem Ruf der Tibet-Initiative Deutschland e. V. (TID) und beteiligt an der weltweiten Aktion „Flagge zeigen für Tibet. Damit setzt die Stadt Schwerte wie zahlreiche europäische Städte auch, ein Zeichen im Kampf um die grundlegenden Völker- und Menschenrechte in Tibet. Der erste stellvertretende Bürgermeister Klaus-Jürgen Paul hisste vor dem Rathaus symbolisch die Tibet-Flagge.
April 2011:
„Diese Akte ist geschlossen.“ Mit diesen Worten informierte Bürgermeister Heinrich Böckelühr die Mitglieder des Rates der Stadt Schwerte in seiner Sitzung Ende März. Der Verwaltungschef teilte mit, dass die vom Landrat des Kreises Unna, Michael Makiolla, als Untere Staatliche Kommunalaufsichtsbehörde verfügte Aufhebung des Ratsbeschlusses vom Juni 2010 nach Ablauf der Klagefrist nunmehr bestandskräftig ist. Nachdem das Verfahren im Rathaus nun abgeschlossen ist, müssen jetzt nur noch angehende Volljuristen befürchten, mit dem Sachverhalt konfrontiert zu werden. Bürgermeister Heinrich Böckelühr hat die Akte an das Landesjustizprüfungsamt beim Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf geschickt.
Mai 2011:
Auf Protest stößt bei Bürgermeister Heinrich Böckelühr die Absicht der Bezirksregierung Arnsberg, das seit 2008 auf der B 1 in Dortmund geltende Nachtfahrverbot für den LKW-Durchgangsverkehr ganztags auszuweiten. Nicht zuletzt die Bürgerversammlung Anfang Mai sowie die bereits schon jetzt unerträgliche Belastung der B 236 zeigten, dass ein weiterer Anstieg des Verkehrs nicht mehr hinnehmbar sei, meinte Bürgermeister Heinrich Böckelühr. Bereits vor drei Jahren hatte sich die Stadt Schwerte gegen die Anordnung des Nachtfahrverbotes auf der B 1 ausgesprochen.
Juni 2011:
Die Stadt Schwerte trauert um die ehemalige Bürgermeisterin der Stadt Schwerte, Ursula Sobelat, die nach langer schwerer Krankheit im Alter von 73 Jahren verstorben ist. Zu Ehren der Verstorbenen hat Bürgermeister Heinrich Böckelühr eine Trauerbeflaggung für alle städtischen Gebäude und Dienststellen angeordnet.
Juli 2011:
Die Einigung von CDU, SPD und Grünen auf eine gemeinsame Fortentwicklung der Schulstrukturen in NRW wird von Bürgermeister Heinrich Böckelühr ausdrücklich begrüßt. Ihm sei es immer wichtig gewesen, dass erfolgreiche bereits bestehende Schulen in Ruhe ihre Arbeit fortsetzen könnten. Dies sei durch den gefundenen Konsens nunmehr langfristig gewährleistet. Nach dem beschlossenen Konsens können künftig Sekundarschulen, die sich aus der Zusammenführung verschiedener Schulformen ergeben, gegründet werden, wenn hierfür ein Bedürfnis besteht, welches sich aus der Entwicklung der Schülerzahlen und der Befragung der Grundschulen ergibt.
Fast fünfzig Bewohnerinnen und Bewohner der Agnes-Miegel-Straße erhalten Ende Juli Post aus dem Rathaus. In einem persönlich von Bürgermeister Heinrich Böckelühr unterzeichneten Schreiben werden die Betroffenen um ihre eigene Meinung gefragt. Bekanntlich ist es in den vergangenen Wochen aufgrund der Berichterstattung in der Lokalpresse über die Schriftstellerin Agnes Miegel und ihrem Verhältnis zur Ideologie des Nationalsozialismus zu einer öffentlichen Diskussion über die Beibehaltung des Straßennamens gekommen.
August 2011:
Altmetalldiebe machen mittlerweile selbst nicht mehr vor dem Rathaus Halt: In einer Nacht von Samstag auf Sonntag haben Unbekannte das bronzene Rathaus-Schild von der Verwaltungszentrale in der Rathausstraße abmontiert und mitgenommen. Die Beschäftigten trauten ihren Augen nicht, als sie am Montagmorgen zum Dienst kamen und feststellen mussten, dass die mehrere Kilogramm schwere Platte verschwunden war. Ersatz für die 90 Zentimeter mal 50 Zentimeter hohe Platte, die viele Jahre das Eingangsportal zierte, wird auch beschafft. Der soll jedoch aus Sicherheitsglas sein, damit die neue Hinweistafel nicht erneut Ziel von Metalldieben wird.
September 2011:
Im Rahmen des gemeinsamen Klimaschutzkonzeptes der Stadt und der Stadtwerke Schwerte ist die erste Stromladesäule in Betrieb genommen worden - getreu dem Motto „Nicht reden - machen!“ soll der Weg zu einer weniger belasteten Innenstadt geebnet werden. Ab sofort können direkt vor dem Rathaus der Stadt Schwerte an der Ladesäule der Stadtwerke bis zu zwei Elektrofahrzeuge gleichzeitig „GrünStrom tanken“.
Der Bürgermeister und der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Nordrhein-Westfalen, Rainer Latsch, tauften im Schwerter Bahnhof einen ICE auf den Namen der Stadt Schwerte. Ort der Taufe, der neben geladenen Gästen aus Politik und Verwaltung auch interessierte Bürgerinnen und Bürger beiwohnen können, ist Gleis 1.
Mit einem feierlichen Akt wurde die Sporthalle im Schulzentrum Nord-West in „Alfred Berg-Sporthalle“ umbenannt. Die Umbenennung geht auf einen entsprechenden Antrag des Stadtsportverbandes Schwerte zurück, dem letztlich der Ausschuss für Schule, Sport und Infrastruktur zustimmte. Mit der neuen Bezeichnung soll das Wirken von Alfred Berg für den Schwerter Sport gewürdigt werden. Aufgrund seiner Tätigkeit wurde der 1. VC Schwerte 1968 e. V. in den 70-er Jahren zu einem der erfolgreichsten deutschen Volleyballvereine.
Oktober 2011:
Auch in diesem Jahr ist die Verleihung der Stadtmedaille wieder eine Frage der Ehre. Der diesjährige Festakt steht unter einem ganz besonderen Stern: Die Verleihung der Stadtmedaille findet in diesem Jahr bereits zum elften Male statt. Unter dem Motto „10 Jahre Stadtmedaille – Rückblick und Ausblick“ findet der traditionelle Festakt, der in den vergangenen Jahren in den Räumlichkeiten der Katholischen Akademie beheimatet war, diesmal im Schwerter Rathaus statt. Anders als üblich geht die Stadtmedaille diesmal nur an einen einzigen ehrenamtlich tätigen Verein. So wird das „FreiwilligenZentrum – DIE BÖRSE“ mit der höchsten Auszeichnung, die die Stadt Schwerte zu vergeben hat, geehrt.
Mit rund 70.000 Euro wird der Außenanstrich des Schwerter Bahnhofs komplett erneuert. Darüber informierten jetzt Bürgermeister Heinrich Böckelühr und der für den Schwerter Bahnhof zuständige Bahnhofsmanager Jörg Seelmeyer. Erst kürzlich hatte der Rat der Stadt Schwerte den Bau einer Rampe, die den barrierefreien Zugang zum Bahnhofsgebäude sicherstellen soll, beschlossen. Die Bauarbeiten sind als Vorgriff auf die „Modernisierungsoffensive Bahnhöfe“ (kurz: MOF) zu sehen, von denen der Schwerter Bahnhof spätestens 2014 durch den dann geplanten behindertengerechten Umbau profitieren soll.
November 2011:
Nach achtzehnjähriger Tätigkeit verabschiedete Bürgermeister Heinrich Böckelühr den langjährigen Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Schwerte, Bernd Schaumann, im Rahmen einer Feierstunde in den Räumlichkeiten der Feuerwache an der Lohbachstraße. Damit endet seine Dienstzeit als Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Schwerte, nicht jedoch seine Leidenschaft als Feuerwehrmann. Seinem Hobby Feuerwehr wird Bernd Schaumann, der hauptberuflich beim Kultur- und Weiterbildungsbetrieb der Stadt Schwerte tätig ist, auch weiterhin nachgehen.
Voraussichtlich um fast 10 Millionen Euro wird sich das Rechnungsergebnis 2011 der Stadt Schwerte laut Prognosebericht verbessern. Darüber informiert Bürgermeister Heinrich Böckelühr die Mitglieder des Rates der Stadt Schwerte in entsprechender regelmäßiger Informationsvorlage zum Ergebnisrechnungscontrolling. Im Gesamtergebnis wird sich demnach die ursprüngliche geplante Unterdeckung von rund 24,2 Millionen Euro auf prognostizierte 14,2 Millionen Euro verringern.
Dezember 2011:
Gegen die Höhe der Kreisumlage für das Haushaltsjahr 2012 hat die Stadt Schwerte beim Landrat des Kreises Unna nach einem entsprechenden einstimmigen Beschluss des Verwaltungsvorstandes in der zweiten Dezemberwoche formell Einspruch erhoben. Hintergrund ist eine gesetzliche Regelung in der Kreisordnung, wonach die kreisangehörigen Städte und Gemeinden vor einer Beschlussfassung über den Kreishaushalt durch den Kreistag eine Stellungnahme abgeben können. Aufgrund der gestiegenen Steuerkraft und höheren Schlüsselzuweisungen seien die Umlagegrundlagen zur Berechnung der Kreisumlage von 2011 nach 2012 um 29,2 Millionen Euro gestiegen.
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Christian Schwalm
…ist Art Director bei den Dortmunder und Schwerter Stadtmagazinen. Außerdem ist er für das Web-Portal und die Digital-Kolumne verantwortlich.
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