Dortmunder & Schwerter Stadtmagazine

25 Mär

Fußball für Toleranz

Veröffentlicht in Allgemeines
Bereits zum zweiten Mal führte das Reinoldus-und-Schiller-Gymnasium für alle 7. Klassen das „Fußballturnier für Toleranz“ durch. Gerade im und durch den Sport können Kinder erleben, wie wichtig Toleranz und Fairness im Umgang miteinander sind.

So geht es in diesem Turnier nicht allein darum, möglichst viele Tore zu erzielen, sondern viel mehr um das Einhalten von zuvor zwischen den Teams ausgehandelten fair-play-Regeln. Auf Schiedsrichter wird hier gänzlich verzichtet. Geleitet -  oder besser gesagt begleitet - werden die Spiele von Teamern, die in einem Grundkurs „Fußball“ der zwölften Jahrgangsstufe ausgebildet wurden. Sie greifen nur dann ein, wenn die Spieler untereinander keine Einigung bei der Vergabe von Fairplay-Punkten erzielen können. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass Tore nur dann zählen, wenn mindestens eines von einem Mädchen geschossen wurde, für viele Ballkünstler eine ganz neue Herausforderung. Ein Sieg ist somit ohne kooperative und faire Spielweise ausgeschlossen.

Kurioserweise gab es in diesem Jahr drei Sieger. Im Nachhinein stellte sich nämlich heraus, dass die vermeintlich beste Mannschaft  im Halbfinale nur durch grob unfaires Verhalten gewonnen hatte. Sie hatte nämlich einen – natürlich guten – Spieler eingesetzt, obwohl dieser gar nicht zur Mannschaft gehörte.  Da sie so möglicherweise gar nicht ins Finale gekommen wären, gab es nach dem Turnier eine Aussprache zwischen den beteiligten Mannschaften, in der verabredet wurde, dass sich die drei besten Mannschaften, die theoretisch alle den Sieg hätten davontragen können, den Pokal – im wahrsten Sinne des Wortes – teilen, dieser war nämlich aus Schokolade. 
Nach ihrem bisherigen fußballerischen Highlight, dem Aufeinandertreffen gegen den Nachwuchs der Dortmunder Borussia Ende August in der heimischen Ruhrwaldkampfbahn wurde für die E-Junioren des VfB Westhofen nun ein weiterer Traum wahr. Mitte Dezember reisten die Schützlinge des VfB- Trainergespanns - bestehend aus Markus und Daniel Marten sowie Marvin Waldschmidt - zum FC Schalke 04 und traten dort im Jugendzentrum gegen das U9-Juniorenteam des Fußball-Bundesligisten an.

Obwohl die Westhofener U 10-Junioren in ihrer Liga eine sehr gute Rolle spielen und sogar Tabellenführer sind, mussten sie in dieser Partie die haushohe Überlegenheit der Gastgeber neidlos anerkennen, denn nach 3 x 20 Minuten hieß es 14:1(6:0, 4:0, 4:1) für den Nachwuchs der Gelsenkirchener. Trotz der eindrucksvollen Lehrstunde durfte der VFB-Nachwuchs aber wenigstens einmal jubeln. In der 45. Minute gelang es Marlon Hinz nach einer Ecke von Luca Steinbrücker, den gegnerischen Torhüter zum Ehrentreffer für die Westhofener zu überwinden. Sicherlich ein ganz wichtiges Tor in seiner Fußballkarriere, denn wer kann schon von sich behaupten, einmal in seinem Leben einen Treffer gegen den FC Schalke 04 erzielt zu haben.

„Die waren ja noch stärker als der BVB, gegen den wir nur 1:11 verloren haben“, bekannte der ehemalige VfB-Jugendleiter Martin Steinbrücker, der aber dennoch mit der Leistung der VfB-Junioren zufrieden war. „Aus solchen Partien kann man viel lernen, obwohl man chancenlos ist. Trotzdem es ist für die Kinder ein großes Erlebnis, einmal gegen den Nachwuchs des BVB oder des S04 spielen zu dürfen“, meinte der Westhofener Organisator dieser Begegnung.
Bei der 18. Auflage des Heinrich-Böll-Pokalturniers, dem traditionellen Mädchen-Fußballturnier für Gesamtschulen, erreichten die Böll-Mädchen diesmal den zweiten Platz. Nach dem letztjährigen dritten Platz hatte der Coach des Böll-Teams, Heinz-Günter Möller, vor dem Turnier auf das Endspiel gehofft. Dass es dann ein 9m-Krimi wurde, überraschte nicht nur ihn. Nach zweimaligem 9m-Schießen unterlagen die Mädchen der Heinrich-Böll-Gesamtschule mit 3:5 der Gesamtschule Gänsewinkel aus Schwerte. 

Außerdem waren noch Mädchen von Gesamtschulen aus Gelsenkirchen, Herne und von der Gesamtschule Gartenstadt in die Sporthalle nach Lütgendortmund gekommen. Der Turnierverlauf zeigte, dass sich durch die Kooperation mit der der SG Lütgendortmund die Qualität des Spiels der Böll-Schule wesentlich verbessert hat.
Bei dem seit ca. 10 Jahren ausgetragenen Turnier des TV Germania Marterloh (früher unter HSG Marterloh-Westrich bekannt) spielen seit den letzten vier Jahren nur sportübergreifende Mannschaften, die nicht dem Fußball angehören. So trafen Handballer aus Oespel, Somborn, Hohenlimburg und vom TV Germania Marterloh, die Ringer vom KSV Kirchlinde (mit zwei Mannschaften), Mitarbeiter der Firmen Evitas Pflegedienst, Umwelt-Service Bochum, Winkelmann und der Dartverein DC Jungferntal Schänke aufeinander.

Nach der Zwischenrunde gab es ein gemischtes Halbfinale aus Ringern, Handballern und Firmenangehörigen. Im Endspiel setzte sich unter dem Jubel der angereisten Fans die Mannschaft 1 des KSV Kirchlinde gegen Westfalia Somborn durch. Für den Ausrichter TV Germania Marterloh reichte es nach der Niederlage um Platz drei nur zum vierten Platz.

Ausgabe Mai/Juni 2012

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