Parken in der Innenstadt im Umfeld der Thier-Galerie - für viele City-Anwohner nach der Neueröffnung des riesigen Konsumtempels täglich ein hartes Brot. Ständig bis in den Abend hinein sind die Parkplätze belegt, da hilft es auch nicht, wenn die Anwohner kostenlos parken können. Unter den Anwohnern ist auch der Martener Augenarzt Helmut Stodollick. Er beschwerte sich bei der Stadt darüber, dass er als Anwohner in der Poststraße im Klinikviertel kaum einen Parkplatz findet und machte sich dafür stark, Anwohnerparkplätze auszuweisen – biss aber bei beim Stadtplanungs- und Ordnungsamt damit auf Granit.
Für die Thier-Galerie, so das Amt, sei nachgewiesen worden, dass eine Stellplatzanzahl von 700 Stellplätzen ausreiche. Im Klinikviertel mit der Poststraße bestehe eine Besucherparkregelung, die den Anwohnern die Möglichkeit biete, mit einem „entsprechenden Ausweis besser einen Stellplatz zu finden". Aufgrund des hohen Parkdrucks in der Straße bestehe aber ein hoher Bedarf an Mehrfachnutzung der Stellplätze. Die Anwohner seien schon bevorrechtigt, da sie ja keine Stellplatzgebühren bezahlen müssten. Im übrigen, heißt es abschließend, bestünden im Stadtplanungsamt „keine personellen und finanziellen Kapazitäten", um die Bewohnerparkzone neu zu untersuchen.
Für den Martener Arzt dagegen sind die 700 Thier-Galerie-Parkplätze zu wenig, schließlich hätten sich in der Innenstadt „die Geographie und die Besucherströme" verschoben. Darüber hinaus führe die Anlockung überregionaler Kunden zu einem täglichen Parkchaos. Im übrigen belegten die Thier-Galerie-Besucher zuerst die kostenlosen, dann die billigen und zum Schluss erst die teuren Parkplätze. Nach Auffassung Stodollicks sollten zumindest die Parkscheingebühren auf Parkhausniveau angehoben, die Parkdauer verkürzt und die gebührenpflichtigen Parkzeiten auf 22 Uhr angehoben werden.










